Vorgänge bei Sulzer Musterbeispiel für globalen Raubtierkapitalismus

Stadt muss genau auf die Entwicklung des Grundstückes achten

Obwohl es sich bei der Firma Sulzer, ehemals ABS, in der Pumpenproduktion bis heute um einen hoch rentablen Betrieb handelte und eine sehr gute Auftragslage vorlag, soll der Betrieb nun zum Jahresende geschlossen werden. Für die Mitarbeiterschaft ist es bitter, dass es anscheinend den Eigentümern des Schweizer Unternehmens trotz dieser Auftragslage und Verträge für die Standortsicherung bis Ende 2019 durch Auftragsverlagerung zu irischen und chinesischen Standorten gelungen ist, den Betrieb in Scheiderhöhe zu schädigen und die langjährigen Mitarbeiter zum Spielball ihrer Renditeinteressen zu machen. Vor der Einigungsstelle wurde ein Sozialplan vereinbart. Der Betriebsrat hat nun die undankbare Aufgabe das von Sulzer auf ein Sperrkonto zu zahlende Geld nach sozialen Kriterien zu verteilen.

Wir Grüne haben uns aus Überzeugung in der wechselvollen Geschichte des Unternehmens immer hinter die Interessen der qualifizierten Mitarbeiter dieses Industrieunternehmens gestellt und bedauern diese Entwicklung sehr. Umso mehr gilt es nun darauf zu achten, dass die Unternehmensführung das Gelände nicht an den meist Bietenden verhökern wird und damit auch die städtebaulichen Interessen so übergeht wie die Mitarbeiterschaft. Wir werden darauf achten, dass im Sinne einer vorausschauenden Stadtentwicklung alle Entwicklungsmöglichkeiten für dieses Gelände in Betracht gezogen werden, bspw. auch Handwerkerhöfe und / oder Wohnbebauung. Deswegen wollen wir  eine vorbereitende Untersuchung für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme und die Nutzung aller Instrumente, die nach dem Planungs- und Baurecht möglich sind. Mit solchen Schritten besteht auch für Stadt die Chance, im Rahmen der REGIONALE 2025 frühzeitig Landeszuschüsse für eine verträgliche und intelligente (Um-)Gestaltung dieser Fläche zu generieren.

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