Kreuzkräuter in Lohmar

Dazu erbitten wir zu folgenden Fragen einen Bericht:

  • Auf welchen Flächen in Lohmar wächst Kreuzkraut (Senecio vulgaris) resp. Johanniskreuzkraut (Senecio jacobaea)?
  • Wie schätzt die Verwaltung die von dort ausgehenden Gefahren für Tiere und Landwirtschaft ein?
  • Gibt es Informationen für Betroffene?
  • Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
  • Wenn städtische Flächen betroffen sind: Wird dies bei Mäharbeiten berücksichtigt?

Begründung:
Landwirtschafts- und Naturschutzverbände weisen immer wieder auf die Gefahr der weiteren Ausbreitung der Giftpflanze Kreuzkraut hin. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kann das Gemeine Kreuzkraut (Senecio vulgaris) bei Mensch und Tier lebensbedrohliche Leberschäden verursachen. Auch das zur selben Gattung zählende Johanniskreuzkraut (Senecio jacobaea) hat in den vergangenen Jahren vermehrt zu Vergiftungen von Schlachtrindern, Schafen und Pferden auf der Weide geführt. Aber die Pflanze ist nicht nur im frischen Zustand giftig, die Alkaloide werden auch nach Heu- und Silagebereitung nicht abgebaut. Der bittere Geschmack verliert sich durch Trocknung oder im Silo, und die Tiere fressen das Futter ohne zu zögern und vergiften sich damit. Zum Beispiel trat bei Vieh, das Alpenkreuzkraut mit Heu und Silage gefressen hatte, oft Leberzirrhose auf.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Becker MdL, Cäcilia Obermierbach, Birgit Theisen     

Der Antrag als pdf

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