Fakten rund um die neue Brücke zwischen Honsbach und Agger (Naafshäuschen)
Wussten Sie schon?
- Dass die Brücke im Februar 2021 gesperrt wurde, weil sie bei der vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfung durch eine Fachingenieurbüro 2021 als nicht mehr verkehrssicher und auch defacto als nicht mehr reparierbar eingestuft wurde und dies auch darauf zurückzuführen war, dass den Prüfungsempfehlungen zur Reparatur in den 10 Jahren davor nicht gefolgt wurde?
- Dass deswegen zunächst der Bauausschuss in Lohmar einstimmig ein Planfeststellungsverfahren für einen Neubau beschloss und die Bürgermeisterin Claudia Wieja einen Brückengipfel mit Vertretern aus Landesministerium, Bezirksregierung, Kreisverwaltung, Stadtverwaltung und Regionale 2025 abhielt, um mit der Beteiligung all dieser Stellen die Chancen für einen zügigen Neubau auszuloten?
- Dass die Agger im gesamten Stadtgebiet als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat- Gebiet der EU) ausgewiesen ist und diese Ausweisung sehr große Einschränkungen auf jegliche Bauvorhaben an der Agger hat?
- Dass der BUND Rhein-Sieg (bekannt als besonders radikaler Kreisverband des BUND in NRW) alle Möglichkeiten ausschöpfen wollte, um den Neubau der Brücke zu verhindern?
- Dass die Planung für den Ersatzneubau der Brücke so vorgenommen wurde, dass die Spannweite ohne Ständer im Flussbett im Falle von Hochwasser deutlich weniger Hindernisse für den Flusslauf bietet und auch durch Vermeidung eines Pylonen mit Stahlseilen zur Aufhängung eine Brücke mit extrem wenig Störpotential für Wasser und Fauna entstehen konnte?
- Dass es aufgrund der wiederholten Schreiben des BUND an die zu beteiligenden Stellen im Kreis und der Bezirksregierung bezüglich Naturschutz und Wasser 2023 Anzeichen gab, dass alleine die Prüfungsphase für das Planfeststellungsverfahren mindestens drei, aber eher fünf Jahre dauern würde und es zweifelhaft erschien, dass eine Genehmigung zu erwarten war?
- Dass die Verwaltung mit Bürgermeisterin Claudia Wieja mithilfe einer Bonner Rechtsanwaltskanzlei dann im Rhein-Sieg-Kreis erstmalig für ein derartiges Verfahren das Instrument eines „Planfeststellung ersetzenden Bebauungsplans“ anstatt eines Planfeststellungsverfahrens bei der Bezirksregierung wählte und damit einen Verfahrensweg fand, der letztlich nur noch den Rhein-Sieg-Kreis als Behörde für die Befreiung von den Bestimmungen für den Naturschutz in einem FFH-Gebiet hatte und die Bezirksregierung im Verfahren nicht mehr mitspielte?
- Dass der BUND Rhein-Sieg auch gegen dieses Verfahren wieder an verschiedenen Stellen Einsprüche vorbrachte, aber letztlich scheiterte und der Landesvorstand des BUND einer Klage dessen Kreisverbandes nur deshalb nicht zustimmte, weil die von uns geführte Koalition ausschließlich unter dieser Bedingung damals den Plänen zu einem wieder vernässten Gebiet und Mooren an den Teichlandschaften in Lohmar-Süd zugestimmt haben?
- Dass vor einer nötigen „Befreiung“ von Teilen der Beschränkungen aufgrund des FFH-Gebietes der Beirat der Unteren Naturschutzbehörde, in dem verschiedene Institutionen sitzen, wie unter anderem der RBN, der Nabu und der BUND seine Zustimmung erteilen musste und dass aufgrund des Vortrages und der Initiative der Bürgermeisterin der Beirat der Brücke zustimmte – bis auf die zwei Vertreter des BUND, die gegen die Brücke gestimmt haben? (Einer von denen ist Lohmarer Bürger)
- Dass die Zustimmung des Beirates der Unteren Naturschutzbehörde an die Bedingung geknüpft wurde, auf die Beleuchtung zu verzichten, weil nach dessen Meinung selbst durch eine nur durch Bewegungsmelder gesteuerte Beleuchtung angeblich die Fische gestört worden wären?
- Dass der Abriss der alten Brücke außerhalb des eigentlich vorgeschrieben Baufensters nur mit dem Hinweis auf Hochwasser- und Einsturzgefahr sowie Gefährdung der flussabwärts liegenden Brücken durchgesetzt werden konnte und so überhaupt erst 2025 der Bau der Widerlager für die Brücke in dem zeitlich gestatteten Baufenster möglich wurde?
- Dass sich der heutige Bürgermeister damals als Kreistagsmitglied im Gegensatz zu dem Grünen Horst Becker in dieser Frage nicht engagierte und sich der Landrat Sebastian Schuster aufgrund des Einsatzes des Kreistagsmitgliedes Horst Becker dann in seiner Verwaltung persönlich um die notwendige Befreiung für den Bau der Brücke kümmerte und die dann so im April 2025 zu Stande kam?
- Dass sich der heutige Bürgermeister, der in dem Wahlkreis wohnt, in dem die Brücke liegt, im Gegensatz zu der Vizebürgermeisterin Brigitte Bäcker-Gerdes auch im Rat und dessen Ausschüssen nie um den Neubau der Brücke gekümmert hat?
- Dass die Stadt Lohmar aufgrund unserer Initiative für den Bau dieser Brücke einen Zuschuss vom Land NRW von 750.000 Euro erhält und so zu 80% fremdfinanziert bekommt, aber die Voraussetzung für diese Förderung die erforderliche Radwegmindestbreite von 3,50 Meter für diese Brücke als Bestandteil des Agger-Sülz-Radweges war?