Bericht aus dem Jugendhilfeausschuss

In seiner Sitzung am 12.03.2018 hat sich der Jugendhilfeausschuss wieder einmal eindeutig positioniert.

Unterstützung der Wanderraupen

Mit einer informativen Präsentation hat der Vorsitzende des Trägervereins, Herr Abel, das Konzept der Wanderraupen vorgestellt. Die Wanderraupen, eine vom Landschaftsverband anerkannte Spielgruppe mit 24 Kindern, verwirklicht am Standort Ellhausen eine klassische Waldpädagogik. Der finanzielle Aufwand ergibt sich einerseits aus dem Personalkonzept mit zwei ausgebildeten Fachkräften. Der Verein als Träger muss aber auch den Wohnwagen samt Ausstattung, der als zum Konzept gehörige Unterkunft dient, finanzieren und unterhalten. Kostendeckung ergibt sich aus vergleichsweise hohen Elternbeiträgen und unvertretbar niedriger Bezahlung dar Fachkräfte. Auf Antrag der Grünen beaufragte der Ausschuss die Verwaltung, in Absprache mit dem Träger für die Ausschussitzung im Juni 2018 ein Konzept vorzulegen, wie die Stadt mit einem finanziellen, an der Zahl der betreuten Kinder orientierten Beitrag die Existenz dieser Einrichtung und ihren hohen pädagogischen Anspruch sichern wird. Als Orientierung kann dabei das Vorgehen der Stadt Coesfeld dienen. Mit den weiteren vier Spielgruppen, die sich auf das Stadtgebiet verteilen, wird die Stadt insgesamt entlastet, denn alle Kinder hätten einen Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder einer Pflegestelle.
Wir bewerten diesen einstimmigen Beschluss als einen auf die Wanderraupen bezogenen notwendigen Beitrag zur Unterstützung unverzichtbarer ehrenamtlicher und pädagogisch wertvoller Arbeit im Interesse unserer Kinder und der Familienfreundlichkeit unserer Stadt.

Kindertagesstättenbedarfsplanung

Nach der von der Verwaltung vorgelegten Planung wird der in Lohmar angemeldete Bedarf an Betreuungsplätzen gedeckt. Der Anzahl der etwa 40 Plätze auf Wartelisten entspricht in etwa die Anzahl der freien Plätze. Bis zum Beginn des Kindergartenjahres wird für alle Kinder eine Lösung gefunden sein. Durch das neue Anmeldeverfahren ist das System transparenter geworden. Immerhin ist die Anzahl der Warteplätze trotz insgesamt gestiegener Anmeldungen deutlich gesunken.

Sehr erfreut nahm der Ausschuss zur Kenntnis, dass die Elternbeiträge im Rechnungszeitraum mit 18,94% der Betriebskosten unterhalb der gesetzlich festgelegten Schwelle von 19% lagen.

Neue Kindertagesstätte

Die neue Einrichtung am Breiter Weg wird den Namen Agger Pänz tragen. In einem Beteiligungsverfahren haben Eltern, Kinder und Beschäftigte insgesamt 52 Namensvorschläge abgegeben. Auf der vom Rat der Einrichtung erstellten Prioritätenliste stand der neue Name auf Platz 1. Der Ausschuss hat sich einstimmig für diesen Vorschlag ausgesprochen und den entsprechenden Beschluss gefasst.

 

Claudia Wieja, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

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