GRÜNE im Stadtrat weisen die Selbstdarstellung des Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins in die Schranken: Hans-Günther van Allen, das „Stadtmacherlein“

Es ist schon interessant, mit welcher eitlen Alleingängen sich Herr van Allen mit Fremden Federn schmückt“, so kommentierte Horst Becker, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Stadtrat und seit Jahren für den Umbauprozess des Kernortes engagiert, die Selbstdarstellung von Herrn van Allen. Becker über Herrn van Allen: Anstatt sich mit seiner eigentlichen Aufgabe, dem Stadtmarketing zu beschäftigen, lenkt Herr van Allen regelmäßig von seinem Versagen in seiner Kernaufgabe ab und gebärdet sich mit dem Darstellen fremder Ideen als „Stadtmacherlein“.

Zuständig wäre er für Konzepte gegen den Leerstand  von Geschäftsräumen auf der Hauptstraße. Zuständig wäre er für Aktivitäten und Kampagnen, die das Einkaufen in Lohmar attraktiver machen. Dies würde aber mehr umfassen, als das Aufstellen von Weihnachtsmänner und ähnlichem!

Zu dem vermittelten Eindrücken, dass Herr van Allen an wesentlichen Weichenstellungen für den Ort Lohmar beteiligt gewesen wäre, erwidert Horst Becker mit Fakten:

  • Das Einbahnstraßenkonzept war von mir für die Fraktion DIE GRÜNEN schon im Juni 2000 im Stadtrat genauso beantragt, wie es heute umgesetzt wird! Damit hat der Verein und das „Stadtmacherlein“ keinerlei Anteil! Ebenfalls keinerlei Anteil hat er an der Bewilligung der Städtebauförderungsmittel. Das diese in dem Jahr 2004 fließen, hat vielmehr belegbar einen wesentlichen Grund im mehrfachen Nachhaken unserer Fraktion im Regionalrat!
  • An dem Konzept „Lidl“ und den Veräußerungsverhandlungen waren die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses und dort wesentlich unser Mitglied Charly Göllner beteiligt. Der Verein oder gar Herr van Allen hatte damit nichts, aber auch gar nichts zu tun!
  • An dem Karre-Konzept war wesentlich der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft beteiligt – die Planungen, so wie sie heute sind, wurden von den Fraktionen vorangetrieben. Der Stadtmarketingverein und dem selbsternannten „Stadtmacherlein“ van Allen hatte damit ebenfalls gar nichts zu tun! Im Gegenteil: Bei den vorherigen Planungen, die im Stadtrat und der Öffentlichkeit umstritten waren, hörte man von dem angeblichen Stadtmacher gar nichts. Als wir damals gegen die hässliche Bebauungspläne opponierten (die heute wegen des Rückzuges eines Investors zum Glück nicht realisiert wurden) schwieg Herr van Allen. Heute ist er natürlich dabei, sich dieser Planung zu rühmen.

Aber auch an anderen Stellen versagt der Vereinsvorsitzende: So ist Herr van Allen zusammen mit dem Beigeordneten Röger (CDU) maßgeblich für die dauernden Reparaturarbeiten am Frouardplatz in Lohmar verantwortlich. Bevor der Platz nach den teueren Umbauten abgenommen wurde und bevor alle Verfugungen ordnungsgemäß vorgenommen und keine 24 Stunden nach setzen des letzten Pflastersteines wurde die Kirmes auf dem Platz abgehalten und so zusätzliche Schäden verursacht. Ich sage voraus, dass auch in den nächsten Jahren regelmäßig weiter repariert wird. Aber auch bei so simplen Dingen, wie z.B. einem fehlenden Stromanschluss in der Mitte des Platzes (es fehlt ein Leerrohr), um dort an einem Stromanschluss z.B. Weihnachtsbäume mit Strom zu versorgen, fehlt es. Engagement von Herr van Allen? Fehlanzeige!

Stattdessen wird mit viel städtischem Geld hauptsächlich Selbstdarstellung betrieben! Aber auch bei Kirmes, Stadtfest und ähnlichen Aktivitäten wird immer wieder auf die Verwaltung zurückgegriffen, obwohl der Verein erhebliche Mittel hat (November 2003: 38.000 €) und jährlich 20.500 € bekommt, während allen anderen Vereinen die Mittel gekürzt wurden. Noch jüngst wurden Briefe des Vereins auf Stadtkosten und mit städtischem Poststempel verschickt!

Im übrigen ist es auch so, dass der Stadtmarketingverein entgegen der Beschlüsse des Stadtrates die Nebenzentren Wahlscheid und Heide/Inger/Birk bis heute völlig vernachlässigt.

Bei alle dem macht der Bürgermeisterkandidat und erste Beigeordnete Röger (CDU) freudig mit. Anstatt seiner Aufsichtspflicht gegenüber Herrn van Allen bei der Verwendung der städtischen Mittel nachzukommen und auch gegen die Art der Selbstdarstellung des „Stadtmacherleins“ vorzugehen, schweigt er dazu und stellt sich selber dar. Diese große Koalition der Selbstdarstellung ist die Fortsetzung der Linie der letzten Jahre, als mehrere 100.000 € für die das Planungsbüro Hamerla zum Fenster herausgeschmissen wurden. Und was macht der Bürgermeister? Der will vor allem vor seiner Pensionierung keinen Stress mehr, schweigt und lässt seinen Beigeordneten und das „Stadtmacherlein“ gewähren!

Während also wir GRÜNE und auch Teile anderer Fraktionen an weiteren Konzepten für den Ort arbeiten (Erschließung Raiffeisenstr., Auelsweg, Lüghausengelände, Brückenstraße), uns für den Lärmschutz an L288 und die Beschleunigung des Ausbaus der Autobahnauffahrt einsetzen,  hört man vom selbsternannten Stadtmacherlein nichts dazu. Wahrscheinlich wird er in einigen Monaten mit dem Bürgermeisterkandidaten der CDU wieder in trauter Zweisamkeit die Arbeit anderer in der Zeitung verkaufen.

Horst Becker
(Fraktionsvorsitzender)

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