Bericht aus dem Schulausschuss am 15.02.2017

In dieser Sitzung konnte der Schulausschuss wieder einmal weitreichende und zukunftsweisende Beschlüsse fassen. Zu Beginn begrüßte die Ausschussvorsitzende im Namen des Ausschusses die Konrektorin der Offenen Ganztagsgrundschule in Donrath, Frau Pfeifer, sowie die Abteilungsleiterin II der Gesamtschule, Frau Keuter, als neue Mitglieder der beiden Schulleitungen. Mit der Begrüßung wurde ein herzlicher Dank an alle Lohmarer Schulen für ihre äußerst engagierte Arbeit verbunden.

Weiterhin Angebot von G8 und G9 am Gymnasium

Einigkeit herrschte im Schulausschuss darüber, dass am Gymnasium bis zu einer möglichen neuen Regelung nach der Landtagswahl die kontinuierliche Ausbildung gewährleistet werden soll.

Auf Grundlage der beiden Anträge der Grünen und der SPD wurde deshalb ein gemeinsamer Beschluss erarbeitet und einstimmig verabschiedet. Danach soll die Möglichkeit – wie im laufenden Modellversuch – weiterhin beide Ausbildungsgänge bei der Schulanmeldung zu wählen, zunächst für das Schuljahr 2018/2019 beantragt werden.
Über die zukünftige Ausrichtung des Gymnasiums können die Schulgremien und die politischen Gremien dann beraten, wenn die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.

Gute Schule 2020

Das vom Land NRW geförderte Programm „Gute Schule 2020“ sieht – verteilt auf vier Jahre – Maßnahmen der Sanierung und Verbesserung der schulischen Infrastruktur vor. Für Lohmar gibt es dafür insgesamt knapp 1,7 Mio. Euro.

Alle Schulen in Lohmar werden entsprechend einer abgestimmten Prioritätenliste nach und nach von diesem Programm profitieren. Oberste Priorität hat in der Reihenfolge der zu ergreifenden Maßnahmen die Offene Ganztagsgrundschule in Donrath. Hier ist u. a. Ersatz für die durch die in die Jahre gekommenen Pavillonklassen zu schaffen.
Das Vierjahresprogramm wird jährlich im Schulausschuss im Hinblick auf erledigte Bereiche, nächste Schritte, ggf. auch notwendige Veränderungen im Verhältnis zur ersten Planung beraten. Die Vorlage der Verwaltung wurde einstimmig beschlossen.

Weiterentwicklung der Schulstandorte Hermann-Löns-Straße und Donrather Dreieck

Dem Antrag der Grünen, die Gesamtschule ab dem kommenden Schuljahr bis einschließlich der Jahrgangsstufe 8 am Standort Hermann-Lönsstraße und erst ab Jahrgangsstufe 9 am Donrather Dreieck anzusiedeln,  wurde ebenfalls einstimmig entsprochen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, umgehend mit der Umsetzung der hierfür erforderlichen Maßnahmen zu beginnen.

Der Gesamtschule wird dadurch eine Doppeljahrgangsorientierung verbunden mit einer erheblichen Verbesserung des pädagogischen Konzepts ermöglicht.
Zugleich wird am Standort Donrather Dreieck die Raumsituation sowohl für das Gymnasium als auch für die Gesamtschule deutlich entspannt.

Weiterentwicklung der Offenen Ganztagsgrundschulen in Wahlscheid und Lohmar-Ort

Dem Antrag der Grünen folgend wurde die Verwaltung mit einem einstimmigen Beschluss beauftragt, mit geeigneten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Offene Ganztagsgrundschule Wahlscheid zum neuen Schuljahr mit fünf, die Waldschule in Lohmar-Ort mit vier Klassen beginnen kann.

Für diese Erweiterungen wird ein – möglicherweise auch vorläufiges – Konzept bis zum 15.03.2017 vorgelegt.

Bis zum 08.06.2017 wird in den politischen Gremien darüber beraten, welche baulichen Maßnahmen erfolgen müssen, um beiden Schulen entsprechend der sich entwickelnden Schülerzahlen auf lange Sicht einen geordneten Unterrichtsbetrieb zu ermöglichen.

Weiterentwicklung der Offenen Ganztagsgrundschulen in Donrath und Birk

Dem Antrag von CDU und Grünen folgend wurde die Verwaltung mit einem einstimmigen Beschluss  mit der Konzeption einer Planung beauftragt, damit auch für die offenen Ganztagsgrundschulen in Donrath und Birk der künftigen Schülerzahlenentwicklung entsprechend durch bauliche Veränderungen und Erweiterungen, ggfs. auch durch Neubau der geordnete Schulbetrieb gewährleistet werden kann.

Schulsozialarbeit und Schulpsychologie

Das Land hat angekündigt, die Schulsozialarbeit auch weiterhin mit einem Anteil von 60% der Kosten zu fördern, sofern die Kommunen die verbleibenden 40% übernehmen. Dem Antrag der Grünen folgend wird die Verwaltung die Sozialarbeit an unseren Schulen unter diesen Bedingungen sicherstellen.

Da die in Lohmar bewährte schulpsychologische Beratung und Betreuung nicht in dieses Programm fällt, wurde der Bürgermeister, wiederum mit einem einstimmigen Votum und ebenfalls auf Antrag der Grünen, gebeten, im Rahmen seiner Zuständigkeit diese Arbeit in einem leicht erhöhten und den Erfordernissen entsprechenden Umfang abzusichern.

Lohmar will Fairtrade-Town werden

Auf Initiative der Grünen und nach dem einstimmigen Beschluss im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss wird sich die Stadt Lohmar um die Zertifizierung als Fairtrade-Town bemühen. Der Schulausschuss hat wie zuvor der Kultur- und auch der Jugendhilfeausschuss dieses Ansinnen begrüßt und einstimmig beschlossen, dem Rat eine entsprechende Entscheidung zu empfehlen.
Der Sprecher der Steuergruppe, Reiner Albrecht, der zukünftig auch der Ansprechpartner ist, hatte das Konzept zusammen mit Werner Reuter vorgestellt.

Gabriele Krichbaum, Vorsitzende des Schulausschusses

 

 

 

 

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