Flughafen siedelt mit FedEx neue Krachschläger in Köln/Bonn an

Zu dem angekündigten Umzug von FedEx von Frankfurt (FRA) nach Köln/Bonn (CGN) nimmt der grüne Fluglärmexperte und Landtagsabgeordnete wie folgt Stellung:

„Nun wird also bekannt, worauf ich seit zwei Jahren in Anfragen und Anträgen immer wieder hingewiesen habe: Die Firma FedEx verlagert ihre Drehkreuz von FRA nach CGN. Perspektivisch werden nach meinen Informationen auch noch Flüge von Paris nach CGN verlagert. Immer mit dabei sein wird die MD-11, das lauteste Flugzeug im Nachtflugbetrieb in Köln/Bonn. Dieser Flieger verursacht über den Messstellen in Siegburg und Lohmar Nacht für Nacht mehr als 80 dB (A) und weckt damit tausende von Menschen aus dem Schlaf.

Um diese Ansiedlung von FedEx hatte sich der Kölner Flughafen auch vor dem Hintergrund bemüht, dass in FRA ein Nachtflugverbot in der Diskussion ist. Es ist bezeichnend, dass der Flughafenchef Michael Garvens nicht davor zurückschreckt, eine Gesellschaft mit Maschinen nach Köln/Bonn zu holen, die rund um den Flughafen den Krach weiter steigern wird. Geradezu skandalös ist, dass Ministerien der Landesregierung offensichtlich an den Gesprächen zur Umsiedlung beteiligt waren. Es ist zu befürchten, dass die Investitionen von FedEX in Köln mit einer anstehenden Verlängerung der Nachtfluggenehmigung verbunden sind, die eigentlich noch bis 2015 läuft. Offensichtlich plant die Landesregierung weit vor Ablauf dieser Frist eine Verlängerung dieser Regelung für einen langen Zeitraum und sieht dabei keinerlei weitergehende Beschränkungen vor. Ich fordere daher die Abgeordneten aus der Region und aller Parteien auf, mit mir im Landtag dafür zu sorgen, dass es dazu nicht kommt. Gerade auch die Ergebnisse der epidemiologischen Studie der Ärzteinitiative haben gezeigt, dass eine solche Verlängerung ohne deutliche Einschränkungen des Nachtfluges unverantwortlich wäre!

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