Umweltdumping auf Kosten der AnwohnerInnen?

Anlässlich der Entscheidung der Lufthansa, ihre neue Billigfluglinie „Eurowings“ am Flughafen Köln/Bonn anzusiedeln,  erklärt Claudia Wieja, Vorsitzende der Fluglärmkommission am Flughafen Köln/Bonn und Vertreterin der Stadt Lohmar in der Kommission:

„Es ist bezeichnend, dass die Fluglärmkommission wieder gar nicht einbezogen wurde. Die Entscheidung zur Ansiedlung sehe ich mit großer Skepsis. Schon als die Billigflüge in Köln/Bonn angesiedelt wurden, hatte Herr Garvens nachweislich die Unwahrheit gesagt. Insbesondere im Sommer finden viele Billigflüge in der Nacht statt. Auch jetzt steht die Aussage von Flughafen-Chef Garvens zu dieser Ansiedlung „Die Zahl der Nachtflüge wird sich nicht erhöhen“ im krassen Widerspruch zur Aussage des Lufthansa-Chefs Spohr, dass die Entscheidung für Köln/Bonn gefallen sei, weil dort „der Betrieb rund um die Uhr möglich sei“. All die zeigt deutlich: Im übertragenen Sinne zeigt Herr Garvens den Anwohnerinnen und Anwohnern wieder einmal den „Stinkefinger“ und redet offensichtlich die Unwahrheit.

Der Wettbewerbsvorteil des Flughafens Köln/Bonn beruht auf einem Umweltdumping zu Lasten Dritter! Die Anwohnerinnen und Anwohner zahlen dies mit ihrer Gesundheit. Es wird endlich Zeit, dass die Bundesregierung dem einen Riegel vorschiebt und das vom Land erneut beantragte nächtliche Passagiernachtflugverbot am Flughafen Köln/Bonn endlich umsetzt.“

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