Städtisches Engagement bei der OGATA einmalig im Kreis

Sowohl im letzten Ausschuss für Kinder und Jugendliche als auch im Schulausschuss wurde das Konzept zum Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschule (OGATA) in Lohmar verabschiedet. Ein Kernpunkt ist dabei der hohe Qualitätsstandard, den die Stadt Lohmar durch einen erheblichen Mitteleinsatz sicherstellen wird.

Die Stadt beabsichtigt, die frei werdenden Hortmittel ab dem Schuljahr 2006/07 in die Finanzierung der OGATA miteinfließen zu lassen. Die Finanzierung einer 25-köpfigen Gruppe/Jahr sieht danach wie folgt aus: 20.500 € Landesmittel, 18.500 € Elternbeiträge und zusätzlich 19.000 € anteilige Hortmittel aus dem städtischen Haushalt. Bei insgesamt zehn geplanten Gruppen in Lohmar beläuft sich der Betrag auf insgesamt 190.000 €.

Dies ist nach Kenntnis der Stadtverwaltung einmalig im Rhein-Sieg-Kreis, der Großteil der Kommunen lässt die OGATA nur über Elternbeiträge und Landesmittel finanzieren und stellt keine eigenen Mittel zur Verfügung. „Wir sind sicher, dass Eltern und Kinder dieses Engagement der Stadt zu schätzen wissen, das ein qualitativ hochwertiges Angebot im Ganztagsschulbereich hier in Lohmar weiterhin sicherstellt und damit deutlich über dem üblichen Niveau liegen wird“, so Claudia Wieja-Dossow, Schulausschussmitglied der GRÜNEN.

Auch die Elterninitiativen zeigen sich mit dem gefundenen Weg mehr als zufrieden. Die Stadt ist ihnen in der Ausgestaltung wesentlich mehr entgegengekommen als es in den Verhandlungen 2003/04 jemals der Fall gewesen ist. Bis zur Kommunalwahl 2004 wurde es vom damaligen Bürgermeister Horst Schöpe (SPD) immer abgelehnt, Hortmittel in die Finanzierung mit aufzunehmen.

Neben dem Ausbau der OGATA bleiben die Leistungen der Randstundenbetreuung aufrecht erhalten, diese gehen allerdings in die Trägerschaft der Stadt über. Lediglich die Grundschule Wahlscheid bildet mit dem Konzept von vier Gruppen mit drei verschiedenen Schlusszeiten eine Ausnahme.

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