Lohmar: Wieder Hochglanzbroschüre des selbsternannten Stadtmachers van Allen

„Der Stadtmarketingverein schmeißt mit Geld für Selbstlob um sich, anstatt seiner eigentlichen Aufgabe nachzugehen und die Stadt und ihre Aktivitäten positiv zu vermarkten“, so kommentiert Horst Becker, der Fraktionsvorsitzende der Lohmarer GRÜNEN die neueste Hochglanzbroschüre des Stadtmarketingvereines. „Aber es war zu befürchten: Wo Herr van Allen tätig ist, ist die Selbstdarstellung nicht weit! Und wer einem Verein so viel Geld gibt wie die Stadt (20.500 € jährlich!), darf sich bei Herrn van Allen über Hochglanzbroschüren dieser Art nicht wirklich wundern.


Jetzt wurde zum zweiten Mal eine vierseitige Werbebeilage veröffentlicht. Dies kostet sehr viel Geld, Geld das letztlich aus dem Stadtsäckel kommt. Der Verein, der sich selbstherrlich „Die Stadtmacher“ nennt, erweist sich unter der Führung des Stadtmacherleins van Allen aber auch als völlig uninformiert! Er stellt fest, dass die Anbindung verschiedener Stadtteile an das Zentrum durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) völlig unzureichend ist und kündigt eine Initiative an, durch die demnächst eine Busverbindung die Nebenzentren an Lohmar-Ort anbinden würde. Dabei ist klar, das zum Beginn des neuen Schuljahres genau das Nebenzentrum Heide, Inger, Birk wie auch der Breidter Rücken durch Linienbusse an das Lohmarer Stadtzentrum angebunden sein wird. In diesen Bereichen wird der Schülerspezialverkehr durch ein neues Busangebot für alle ersetzt. Wer die Ratsprotokolle durchsieht wird feststellen, dass die Verwaltung im letzten Sommer nur durch mehrfach neu gestellte Prüfaufträge von mir und der GRÜNEN Fraktion „zum Jagen“ getragen wurde und außer uns nur Stefan Müller aus der SPD in diese Richtung gedrängt hatte.  Auch wenn noch weitere Stadtteile mit ÖPNV an das Zentrum angebunden werden müssen, handelt es sich um einen Erfolg der GRÜNEN und letztlich des Stadtrates! Der Stadtmarketingverein hätte dies wissen müssen und hätte ruhig darauf hinweisen können, das dies der Stadtrat beschlossen hat. Stattdessen hat er offensichtlich keine Ahnung, fragt nicht und arbeitet an der Stadt vorbei. Und dies mit städtischen Geldern!

Es stellt sich die Frage, wann CDU, SPD und Stadtverwaltung Herrn van Allen und Co. eigentlich bremsen. Wir GRÜNE sind der Meinung, dass es generell nicht Aufgabe der selbsternannten Stadtmacher sein kann, mit städtischem Geld und ohne Abstimmung mit Rat und Ausschüssen Busplanung zu betreiben!

Aber auch der Rest des Werbeblattes ist eine Zumutung:

  • Da wird der Eindruck erweckt, der Stadtmarketingverein hätte auch nur ansatzweise etwas mit der Fertigstellung der Autobahnauffahrt zu tun. Dabei ist dies keineswegs so und kann bei dessen Gründungsdatum auch nicht sein. Vielmehr ist es aber richtig, dass Herr van Allen eine zweite Autobahnauffahrt in Lohmar früher als SPD-Ratsmitglied und SPD-Ortvereinsvorsitzender immer genauso bekämpfte wie unsere Vorstöße dazu!
  • Da wird auch der Eindruck erweckt, der Stadtmarketingverein hätte etwas mit den Entscheidungen zur Fortentwicklung des ehemaligen Industriegeländes an der Raiffeisenstraße zu tun, einer Planung die Stadtrat und Ausschüsse vorangetrieben haben und mit der dieser Verein aber auch gar nichts zu tun hatte.
  • Da wird sich für ein „Frühlingsfest“ gelobt, dass organisatorische Mängel hatte und für das Ankündigungsplakaten mit groben Rechtschreibfehlern geworben wurde (u.a. „Karussel“ statt Karussell).
  • Da wird Selbstdarstellung und Werbung von Vorstandmitgliedern (Tix) betrieben, bei der sich die Frage stellt, ob dafür Vereinsmittel und also letztlich städtisches Geld genommen wurde.

Fazit: Solange CDU und SPD im Rat das Spiel von Herrn van Allen zulassen, ist dies alles nur noch mit Ironie auszuhalten:

Geldverschwendung, Fehler, Eigenlob und das alles mehrfach im Jahr in Farbe – da der zahlt der Lohmarer Steuerzahler doch bestimmt gerne für. Hauptsache Herr van Allen kann am Ende seiner politischen Karriere noch mal richtig Eigenwerbung machen!

Das Herr van Allen ein „Wiederholungstäter“ ist, machen Erinnerungen an den Februar deutlich: Damals hatte er schon versucht den Eindruck zu vermitteln, er hätte etwas mit dem Einbahnstraßenkonzept, dem Konzept „Lohmarer Höfe“ und der Lidl-Konzeption zu tun. Damals schrieb ich: „Während also wir GRÜNE und auch Teile anderer Fraktionen an weiteren Konzepten für den Ort arbeiten (Erschließung Raiffeisenstr., Auelsweg, Lüghausengelände, Brückenstraße), uns für den Lärmschutz an L288 und die Beschleunigung des Ausbaus der Autobahnauffahrt einsetzen, hört man vom selbsternannten Stadtmacherlein nichts dazu. Wahrscheinlich wird er in einigen Monaten wieder die Arbeit anderer in der Zeitung verkaufen.“

So kam es jetzt – nun ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann er den Eindruck erweckt, für den Ausbau der L288, den Lärmschutz an der B507, der B484, der L288 und an der Autobahnbrücke verantwortlich gewesen zu sein. Ich frage mich: Wann endlich wird Herr van Allen zur höchsten Stufe gelangen? in welchem Heft werden wir erfahren: „Das gute Wetter an Pfingstsamstag ging auf das Engagement von Hans-Günther van Allen zurück!“ Ein gut gemeinter Tipp: „Nennen Sie sich doch ‚Wettermacher‘ Herr van Allen! ‚Stadtmacher’ ist für Sie viel zu bescheiden!“

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