Schulstart nach den Sommerferien

Unsere Schulausschuss-Vorsitzende Gabriele Krichbaum hat Informationen über den Schulstart nach den Sommerferien zusammengestellt. Diese umfangreichen Ausführungen beziehen sich auf die Punkte, die kommunal zu lösen sind. Über die Masken-/Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ist in der Schulmail alles gesagt. Hier kann und darf durch den Schulträger oder die Schule nichts geregelt werden.

  • Regelunterricht, auch wenn uns das vom Land so verkauft wird, kann natürlich nicht stattfinden. Regelunterricht wäre Unterricht nach Stundenplan in den vor Corona gewohnten Organisationsformen ohne Einschränkungen.
  • Es wird Unterricht nach Stundenplan und möglichst nach Stundentafel stattfinden, dies aber für alle im Klassenverband, also in stabilen Gruppen.
  • Auch in der OGATA – Betreuung soll es stabile Gruppenbildungen geben. Diese Gruppen müssen sich zwangsläufig anders zusammensetzen als die Klassen, da die Klassenstärken und die Gruppenstärken unterschiedlich sind.
  • Da nun alle SchülerInnen wieder zur Schule gehen, sind versetzte Schulanfangszeiten am Morgen nur in ganz geringem Umfang und nur mit den vorhandenen Kapazitäten möglich.
  • 5. Die von der Landesregierung nach eigener Aussage zur Verfügung gestellten 1000 zusätzlichen Busse für 5000 Schulen in 400 Kommunen sind ein schlechter Witz in doppelter Hinsicht. Erstens stellt die Landesregierung nicht Busse, sondern Geld zur Verfügung. Bestenfalls könnten Reisebusse die erforderlichen Fahrten unternehmen. Dazu bedarf es aber für den Schulbusbetrieb und den damit verbundenen Anforderungen geeigneter BusfahrerInnen. Für Lohmar ergibt sich aufgrund des auf das ganze Land zu verteilenden Angebots hier null Zuwachs. Die Situation bleibt schwierig.
  • 6. In den Pausen werden die Gruppen dort, wo es geht, auf Schulhofzonen verteilt. Wegen der Anfangszeiten ist eine Staffelung der Pausen extrem schwierig.
  • 7. In der Frühbetreuung wird ausnahmsweise die Maskenpflicht vorgeschrieben, weil die Gruppenwechsel für diese Kinder anderenfalls ein dreifaches Risiko bedeuten würden.
  • 8. Auf der Grundlage der ministeriellen Vorgaben ist die bestehende Raumsituation hinreichend. Hier sind wieder die Vorgaben gemäß Schulmail zu berücksichtigen, nicht etwa eine aus Sicht der Schule und Eltern bestehende Raumsituation.
  • 9. Für die Mensen sind Lösungen je nach Standort erforderlich. Für die OGGS Birk z. B. steht das Bürgerzentrum weiterhin zur Verfügung. Für die Mensen der Gesamtschule und des Gymnasiums wird mit dem Träger verhandelt, damit möglichst zügig ein Hygienekonzept greift.
  • 10. Die Reinigung der Räume und Oberflächen erfolgt weiterhin arbeitstäglich.
  • 11. Für den Sport- und Schwimmunterricht wird nach Optimierungen gesucht. Die ministerielle Empfehlung, den Sport ins Freie zu verlegen, greift natürlich nur, wenn die Wetterbedingungen und die örtlichen Gegebenheiten dies zulassen. Zurzeit werden die Lüftungsmöglichkeiten der Hallen geprüft, um auf der Grundlage dann zu Entscheidungen zu kommen.
  • 12. Nach derzeitigem Stand wird die Stadt 300 bis 350 so genannte Endgeräte für digitalen Unterricht bzw. Homeschooling beschaffen können. Um die Qualitätsstandards abzusichern und tatsächlich nachhaltig funktionsfähige Geräte zu beschaffen, für die auch Betreuung und Service sichergestellt werden können, finden derzeit noch intensive Gespräche statt. Hier gilt: Lieber gründlich als schnell und am Ende wirkungslos. Die Tatsache, dass die Kommunen für alle Folgekosten aufkommen müssen, ist dabei zu berücksichtigen.

Zum Schluss: Wir danken den Schulen und der Verwaltung dafür, dass sie eng getakteten Gesprächsrunden alles tun, um den Schulbetrieb unter den erschwerten Bedingungen möglichst gut in Gang zu setzen. Die Schulen selber stehen unter einem ungeheuren Druck, denn sie bemühen sich garantiert und zusätzlich um bestmögliche pädagogische Arbeit.

Gabriele Krichbaum, Schulausschuss-Vorsitzende

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