Interkommunaler Lärmminderungsplan für den Flughafen Köln/Bonn muss aktiven Lärmschutz vorantreiben

Horst Becker MdL, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag: „Der Fluglärm am Flughafen Köln/Bonn stellt für viele Menschen im Rhein-Sieg-Kreis eine unerträgliche Belastung für die Gesundheit und das Wohlbefinden dar. Die Landesregierung unternimmt nichts zum Schutz dieser Menschen. Im Gegenteil führt die Verlängerung der Nachtflugregelung durch die Landesregierung zu einer weiteren Festschreibung dieser Situation.

Jetzt kommt es darauf an, wenigstens die von der Europäischen Union bis Juli 2008 vorgeschriebene Lärmminderungsplanung für den Flughafen Köln/Bonn für eine deutliche Verbesserung der Lärmschutzsituation zu nutzen. Im Vordergrund müssen dabei aktive Lärmschutzmaßnahmen stehen, wie Lärmobergrenzen, die sukzessive gesenkt werden, ein Nachtflugverbot für Passagierflüge und höhere Start- und Landeentgelte für laute Maschinen. Nur so lassen sich wirksame und bei den Menschen wirklich spürbare Lärmminderungseffekte erzielen.

Es macht allerdings keinen Sinn, dass jede von Fluglärm betroffene Kommune einen eigenen Lärmminderungsplan zum Flughafen erstellt, wie dies der Gesetzgeber eigentlich vorsieht. Grünes Ziel ist es daher, auf die Erstellung eines möglichst einheitlichen interkommunalen Lärmaktionsplanes für den Flughafen Köln/Bonn zu drängen. Daher werden wir in der nächsten Zeit auch in vielen Stadt und Gemeinderäten entsprechende Anträge stellen.

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